Die Franzosen sind ein Volk, das gern und oft zeltet und nicht wenige haben sich für einen ganzen Sommer einen festen Platz auf einem Campingplatz reserviert. Der überwiegende Teil der Franzosen vertraut dabei auf ein Zelt als Unterkunft, Wohnwagen werden seltener genutzt. Aufgrund der Vorliebe der Leute für das Campen ist auch das Zubehör dafür in fast jedem Supermarkt in Frankreich erhältlich. Insgesamt gesehen gibt es in ganz Frankreich sehr viele Campingplätze, sie sind im ganzen Land zu finden, in den Küstenregionen natürlich am häufigsten. Die meisten Plätze findet man zudem in Regionen, die touristisch besonders gut erschlossen sind.
Dabei werden die Campingplätze in Frankreich nach einem Sternesystem eingeteilt. Es gibt zum Beispiel ganz einfache Plätze, die auch nur einen Stern besitzen. Die meisten Plätze haben zwei bis vier Sterne, während die mit vier Sternen als Campingplätze der gehobenen Kategorie gelten. Hier ist alles darauf ausgerichtet, dass die Zelter längere Zeit auf dem Platz verweilen und dementsprechend auch ein Angebot an Einkaufsmöglichkeiten geboten bekommen müssen. Zudem befinden sich auf solchen Plätzen oft auch Restaurants, Bars und Cafés, sie sind eine eigene, kleine Welt.
In der Hauptsaison, also von Juni bis September, in der auch die meisten Plätze ohnehin nur geöffnet sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung des Standplatzes. Ansonsten kann der Urlauber das Pech haben, dass bei seiner Ankunft alles ausgebucht ist. Die Preise für die Campingplätze in Frankreich sind unterschiedlich und variieren je nach Einteilung von ca. acht Euro für einen Zwei-Sterne Platz und 16 Euro für einen Vier-Sterne Platz, pro Übernachtung natürlich. Die Preise an den Küsten sind allerdings höher und können leicht 20 Euro pro Nacht betragen. Im Internet sind ganze Listen mit verfügbaren Campingplätzen in Frankreich zu finden, es ist nahezu unmöglich, sie alle an dieser Stelle aufzuführen.
Das Wetter in Frankreich wird im Allgemeinen als der Gesundheit zuträglich bezeichnet, da es sehr gemäßigt ist und Temperaturextreme nur äußerst selten vorkommen. Doch das Land kann nicht pauschal in eine Klimazone eingruppiert werden. Die geografischen Verhältnisse sind in Frankreich so unterschiedlich, wie in kaum einem anderen Land, daher muss eine Differenzierung des Klimas vorgenommen werden. Nimmt man dabei alle Erscheinungen, die meteorologisch gesehen auftreten können, hinzu, so lässt sich das Land in insgesamt sieben Klimazonen einteilen. Die erste ist das zentrale Hochland, das ein eigenes Klima aufweist.
Das Wetter ist hier meist gemäßigt, man könnte sagen, dieses Gebiet nimmt eine klimatische Mittelstellung ein. Die zweite Klimazone liegt in der Bretagne. Das Wetter ist hier mit dem im Südwesten von England vergleichbar, es ist sehr feucht das gesamte Jahr über und die Temperaturen sind gemäßigt. Extreme Kälte- oder Hitzeperioden kommen nicht vor, selten gibt es aber Temperatureinbrüche im Winter, bzw. kurzzeitige Hitze im Sommer. Das dritte Gebiet mit eigenem Klima ist das Seinebecken. Die Temperaturen sind hier auch eher gemäßigt, jedoch ist das Gebiet weitaus trockener, richtige Regenzeiten gibt es kaum. Lothringen soll an vierter Stelle genannt werden, hier ist das Wetter ganzjährig mit dem in Deutschland vergleichbar.
Das bedeutet, es gibt in Frankreich einzelne extreme Temperaturumschwünge, diese sind jedoch auf das ganze Jahr betrachtet in einer klimatischen Aufstellung zu vernachlässigen. Das Rhônebecken verfügt bereits über etwas milderes Klima, was sich aber durch das wechselnde Relief der Region häufig ändert. Die Provence kann schon das mediterrane Klima aufweisen, das heißt, die Sommer sind warm und trocken, die Winter mild und feucht. Als letztes sei das Garonnebecken genannt, welches über ganzjährig milde Temperaturen verfügt. In der Region fallen aber häufiger Niederschläge. Wie man sieht, sind das Wetter und damit das Klima in Frankreich je nach Region völlig verschieden.
Frankreich gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen im europäischen Raum, was allerdings nicht alleine mit dem allseits bekannten Eiffelturm zusammenhängen dürfte. Die größten Städte Frankreichs sind Marseilles, Paris, Nizza, Lyon, Toulouse, Bordeaux, Montpellier und Rennes. Ein Urlaub in einer dieser Metropolen bietet vor allen Dingen unzählige sehenswerte Monumente für alle Geschichts- und Kirchenliebhaber. Die Hafenstadt Marseille besticht mit der mächtig über der Stadt thronenden Kirche Notre Dame de la Garde und dem alten Rathaus. Weitere interessante und prachtvolle Sakralbauten finden sich in Lyon mit der Cathedrale St. Jean und der Basilica Notre Dame de Fourviere. Der Pavillon du Peyron in Montpellier und die Kathedrale Saint Andre mit dem riesigen Turm Pey-Berland in Bordeaux sind weitere Highlights der Sehenswürdigkeiten in Frankreich.
Für allerlei Jet Set und Nobelambiente steht die französische Stadt Nizza. Aber auch alle naturverbundenen Urlauber kommen in Frankreich auf ihre Kosten. Wunderschöne Landstriche und idyllisch gelegene Strände und Buchten verhelfen zu einem erholsamen Aufenthalt. Viele Regionen, wie beispielsweise das Elsass, das Bordeaux, die Auvergne oder die Champagne warten mit ihren bekannten Weinanbaugebieten auf und laden zu gemütlichen Wanderungen ein. Tolle Strände und eine zum Teil unberührte Natur findet man in der Aquitane vor. Die Bretagne fasziniert an den Küstenstrichen mit unzähligen gemütlichen und urtypischen Fischerdörfern.
Auf dem zweiten Platz der beliebtesten Sehenswürdigkeiten steht direkt nach dem Eiffelturm, der berühmte Felsen im Meer - der prächtige Mont Saint Michel in der Normandie. Ein Urlaub in Frankreich wird aber neben den fabelhaften geschichtlichen Zeitzeugen und einer unberührten Natur, vor allem durch seine kulinarischen Gaumenfreuden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Köstlicher Käse, mundiger Rotwein, frisches Baguette und fangfrischer Fisch sind nur einige der bekannten Spezialitäten.