Aven Armand


Im Süden Frankreichs findet sich eine der am dünnsten besiedelten Regionen des Landes. 450 Menschen leben hier auf einer Fläche von 340 Quadratkilometern. Es handelt sich um die Kalk-Hochebene Causse Méjean, die Teil des Cevennen Nationalparks ist. In dem nur zum Teil bewaldeten, ansonsten eher kargen Land, in dem Gänsegeier und Przewalski-Pferde leben, hat die Natur für einige Sehenswürdigkeiten gesorgt.


Eine der wichtigsten ist die Höhle Aven Armand. Entdeckt wurde sie 1897 von einem Schmied, Louis Armand. Er wagte als Erster den Einstieg und bekam ein Naturschauspiel der besonderen Art geboten. 110 Meter ist der Hauptsaal der Karst-Höhle lang und erstreckt auf einer Breite von 60 Metern. Umso größer wirkt Aven Armand durch ihre Höhe. 45 Meter sind es im Schnitt. Mitten in der Höhle sind im Laufe der Jahrhunderte über 400 Stalagmiten gewachsen, die sich als bizarrer kleiner Wald präsentieren.

Einige haben eine Höhe von über 30 Metern erreicht. Touristen können sich seit 1927 selbst ein Bild machen. 208 Meter ist der Tunnel lang, der mit einer Standseilbahn in die Haupthalle führt. Forscher geraten ins Schwärmen, wenn sie die tief unter Erde liegende Höhle besuchen.