Bretagne
Von dem einstigen Waldreichtum in der Bretagne ist heute nicht mehr viel zu sehen. Nur noch hin und
wieder trifft man auf größere Waldflächen. Dazu gehören der „Zauberwald“ von Paimpont, bekannt aus
der Artus-Sage, oder das Waldgebiet bei Mont Saint Michel. Ansonsten ist die Region durch die
mittelalterliche Rodung und die mittlerweile stark industrialisierte Landwirtschaft geprägt.
Sie ist eine
der Haupteinnahmequellen der Bretagne, die als Halbinsel vom Ärmelkanal im Norden sowie dem
Atlantik im Süden und Westen begrenzt wird und über eine Küstenlinie von über 1100 Kilometern
verfügt. Angebaut werden unter anderem Frühkartoffeln, Blumenkohl und Artischocken, doch auch
Milchvieh, Puten und Schweine sowie Austern und Fischfang an der Küste spielen eine große Rolle.
Seit den 60er Jahren wurde mit staatlicher Förderung zudem vermehrt Industrie angesiedelt, um die
Wirtschaft im „Armenhaus“ Frankreichs anzukurbeln. Ein weiterer Faktor ist der Tourismus, von dem
in erster Linie die Küstenstädte profitieren. Das Klima in der rund drei Millionen Einwohner zählenden
Bretagne ist ozeanisch. Das sorgt vor allem für milde Winter, allerdings auch für kühle Sommer.