Château d'If


Bei einem Besuch der Festung Chateau d'If sollte man sich nicht wundern, wenn Schilder vor Angriffen von Möwen warnen. Gerade zur Brutzeit im März und April müssen Touristen damit rechnen, dass die Tiere ein wenig angriffslustiger sind und die Hinweistafeln nicht ohne Grund aufgestellt wurden. Doch es sind weniger die Möwen, die einen Ausflug zur Felseninsel vor Marseille wert sind, sondern vielmehr die Geschichten, die um die steinerne Festung ranken.


Zu erreichen ist sie binnen weniger Minuten mit einem der vielen Boote, die jeden Tag die Strecke zurücklegen. Das Chateau d'If ist schon von außen eine überaus bemerkenswerte Erscheinung. Erbaut wurde die Anlage in der Zeit von 1524 bis 1532 auf Weisung von König Franz I. Sie ist quadratisch und verfügt über drei Rondelle.

Gedacht war das Chateau d'If anfangs als Bollwerk, um den Hafen und somit die Lebensmittelversorgung der Stadt Marseille zu sichern, später diente sie als Gefängnis, in dem nicht nur Monarchiegegner, sondern auch Republikaner und Protestanten interniert wurden. Einer der zumindest literarisch bekanntesten Insassen dürfte der Graf von Monte Christo gewesen sein.