Höhle von Lascaux


Im Original ist die Höhle von Lascaux nur wenige Jahre zu besichtigen gewesen. Die vielen Besucher, die von 1948 bis 1963 die teils recht schmalen Gänge abschritten, gefährdeten die einzigartigen Höhlenmalereien. Sie mussten restauriert werden. Mittlerweile sorgt eine Klimaanlage für die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit, damit die Kunst aus der Zeit von 15.000 vor Christus noch lange erhalten bleibt.


Um sich dennoch ein Bild von der 1940 entdeckten Höhle machen zu können, wurden mehrere Millionen Euro in eine Nachbildung investiert. Sie befindet sich ebenso wie das Original in Montignac. Der Einstieg in die Höhle erfolgt über einen steilen, 20 Meter langen Abhang, der direkt in den Raum der Stiere führt. Die Wände sind über und über mit Motiven versehen, die Hirsche, Pferde und Stiere zeigen. Sie wiederholen sich im Axialen Divertikel der Höhle.

Diese Zeichnungen gelten als Marksteine der paläontologischen Felsmalkunst. Weitere Teile sind der Durchgang, wo nur noch Ritzungen zu finden sind, der Schacht, die Apsis, das Schiff und das Kabinett der Katzentiere. Der Name ergibt sich aus der Darstellung von katzenartigen Raubtieren zusammen mit Pferden und Bisons.