Kathedrale Saint-Andrê


Betrachtet man die Kathedrale Saint-André mit ihrem vorgelagerten Glockenturm Bey-Berland heute, kann man sich kaum vorstellen, dass das Gotteshaus zu Zeiten der französischen Revolution als Scheune herhalten musste und von innen komplett zerstört war. Die ältesten Bereiche der bedeutendsten Kirche von Bordeaux stammen noch aus dem 11. Jahrhundert und sind vom Stil her angevinisch romanisch gehalten.


Geweiht wurde die Kathedrale 1096 durch Papst Urban II. Die Erweiterungen im gotischen Stil, der sich nicht nur anhand der hohen Fenster zeigt, erfolgten vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Neben dem Glockenturm aus dem Jahr 1440 mit der Marienstatue Notre-Dame d'Aquitaine verfügt Saint-André über zwei jeweils 81 Meter hohe Türme, die mit gotischen Aufsätzen versehen sind.

Der Sakralbau ist einer der größten in Frankreich und misst 124 Meter in der Länge, ist im Querhaus 23 Meter breit und im Chor 29 Meter hoch. Inzwischen gehört die Kirche, in der wichtige historische Ereignisse stattfanden, wie die Hochzeiten von Ludwig VII mit Eleonore von Aquitanien und von Ludwig XIII mit Anna von Österreich, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sehenswert sind vor allem die Skulpturen an der Königspforte.