Liebfrauenmünster - Straßburg
Selbst aus drei Kilometern Entfernung ist das aus rotem Vogesensandstein erbaute Straßburger
Münster, das Liebrauenmünster, noch zu sehen. Bis 1874 wurde die Kirche mit ihrem 142 Meter
hohen Nordturm noch als höchstes Gebäude der Welt geführt. Auch wenn dieser Titel inzwischen
keine Gültigkeit mehr hat, ist der Bau nicht nur architekturgeschichtlich betrachtet ein wahres
Meisterwerk und zählt nach wie vor zu den größten Sandsteinkirchen weltweit.
Viele Handwerksmeister
haben am Liebfrauenmünster ihre Spuren hinterlassen und so ein Bauwerk errichtet, in dem
verschiedene Stile ineinander fließen. Die Romantik prägt den östlichen Teil der Kirche, die
Gotik die Westfassade, die mit tausenden von Figuren verziert ist. Am auffälligsten ist allerdings
die Asymmetrie. Es ragt nur ein Turm hoch.
Der Südturm wurde gar nicht erst gebaut. Umrahmt
wird das Straßburger von den vielen bis fünfgeschossigen Fachwerkhäusern des Münsterplatzes.
Eine Besonderheit der Kirche ist die astronomische Uhr, die in der jetzigen Form seit 1832 nicht
nur die Zeit, sondern auch die Erd- und Mondbahn anzeigt und jedes Jahr zu Silvester eigenständig
die beweglichen Feiertage des neuen Jahres berechnet.