Mont Saint Michel


55.000 Quadratmeter, größer ist die Felseninsel Mont Saint Michel nicht. Sie liegt im Wattenmeer, einen Kilometer vor der Küste der Normandie. Nahezu die gesamt Insel wird von einer der großen Touristenattraktionen in Frankreich geprägt, einem aus dem elften Jahrhunderten stammenden Benediktinerkloster, an dem bis ins 16. Jahrhundert hinein gebaut wurde. Das Kloster hatte einige Vorgängerbauten.


Schon 708 soll Erzengel Michael dem Bischof von Avranches dazu aufgefordert haben, eine Kirche zu errichten. Er kam der Bitte nicht nach und soll darauf ein Loch in den Schädel gebrannt bekommen haben. Erst 933 wurde ein Gotteshaus errichtet. Das Kloster wurde wenig später 966 gegründet. Die Macht und das Ansehen der Benediktiner wuchs rasch, da ihre Abtei ab dem 12. Jahrhundert immer mehr Pilger anzog, dazu gehörten auch die Kinderwallfahrten aus Deutschland.

Mit der französischen Revolution verließen die Mönche Mont Saint Michel und kamen erst 1966 zurück und sind bis heute auf der Insel, die seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. 3,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr. Aus diesem Grund wurde auch eine Straße gebaut, um die Insel, die schon in der Artussage vorkommt, jederzeit erreichen zu können.