Nationalbibliothek Frankreich
Die französische Nationalbibliothek ist die zweitgrößte Bibliothek der Welt. Zwölf Millionen Bücher
schlummern alleine in dem neuen, 1996 eröffneten Gebäude. Architektonisch betrachtet, ist es ein
kleines Meisterwerk mit seinen vier 79 Meter hohen, aus Glas und Stahl erbauten und in ihrer L-Form
an Bücher erinnernden Türmen – Turm der Zeit, der Gesetze, der Zahlen, der Briefe genannt. Insgesamt
umfasst das Areal 60.000 Quadratmeter, von denen 12.000 Quadratmeter als Garten genutzt werden.
Im
Inneren der neuen Bibliothek warten 400 Kilometer Regale auf die Besucher. Ausgelegt ist es auf bis zu
5.000 Leser jeden Tag, für die 1650 Leseplätze bereit stehen. Forscher, die vorher reservieren müssen,
können sich an 2.000 Plätzen ihren Studien widmen. Nötig wurde der Neubau, da in der alten
Nationalbibliothek der Platz für die jährlich um 50.000 Titel wachsende Sammlung zu eng wurde.
Den Gedanken, Schriften aufzubewahren, hatte schon Karl V. Doch erst im 16. Jahrhundert wurde
die Hinterlegung von Druckwerken gesetzlich gefordert. Alleine während der Revolutionszeit wurden
250.000 Bücher, tausende Stiche und Manuskripte konfisziert und im Museum katalogisiert.