Palais Royal
Unweit des Louvre befindet sich in Paris das Palais Royal, einst Palais Cardinal, da es in der Zeit von 1627 bis
1629 für Kardinal Richelieu erbaut wurde. Mit dem Einzug von Anna von Österreich, der Witwe Ludwigs XIII.,
in den Prachtbau wurde der Name geändert. Später ging das Stadtschloss an das Haus Orléans und wurde
Ende des 18. Jahrhunderts durch Ludwig Philipp von Orléans umgebaut.
Im Zuge der Arbeiten wurden die
Anlagen des Palais Royal neu gestaltet. Sie erhielten einen weitläufigen Garten und eine Reihe von
Wohnungen und Geschäften. Für die Französische Revolution nahm das Areal eine entscheidende
Rolle ein. Da die Polizei auf dem herzoglichen Besitz keinen Zutritt hatte, konnte hier in Ruhe der
Sturm auf die Bastille besprochen werden, der Beginn des bewaffneten Aufstandes. Am Äußeren
des Palais hat sich seither nichts verändert.
Untergebracht sind hier heute neben dem Staatsrat
auch der Verfassungsrat und die Kultusbehörde. Eine Besichtigung ist daher nicht möglich. Dafür
steht der Garten des Schlosses ganzjährig für Spaziergänge offen. Im Sommer trifft man auf Familien
beim Picknick, auf spielende Kinder und kann sich auf den Bänken der schattigen Alleen herrlich ausruhen.