Schloss Abbadie
Ein wenig erinnert das Schloss Abbadie ans Mittelalter. Türme und Zinnen geben
dem imposanten Bau bei Hendaye, der dem neugotischen Stil folgt, sein
charakteristisches Äußeres. In Auftrag gegeben wurde das Schloss 1860 von Antoine
Thomson d'Abbadie. Er hat sich als Kartograph und Weltreisender einen Namen gemacht.
Entsprechend viele Mitbringsel seiner Reisen sind heute noch im Schloss zu sehen, das der
Bauherr nach seinem Tod der Akademie der Wissenschaften vermachte.
Für die
Architektur zeichneten Eugène Viollet-le-Duc und Edmont Duthoit verantwortlich.
1864 bis 1879 dauert es, ehe das Schloss Abbadie fertig war. Überall finden sich
kleine Inschriften, die den besonderen Humor des Schlossherrn widerspiegeln. Im
Gästeschlafzimmer, werden den Durchreisenden „süßer Schlaf“ und „goldene Träume“
gewünscht.
Auf den Stühlen im Speisesaal steht in einzelnen äthiopischen Buchstaben
„Möge man an diesem Tisch nie einen Verräter finden“. Insgesamt zeichnet sich das
Schloss durch eine äußerst phantasievolle und abwechslungsreiche Innengestaltung aus.
Der Speisesaal ist mit Büffelleder verkleidet, das Schlafzimmer ist getäfelt und die
Decke in der Bibliothek mit baskischen Redensarten verziert.