Schloss Brissac
Das Schloss Brissac hatte viele Besitzer, angefangen bei den Grafen von Anjou, die sich im 11.
Jahrhundert noch mit einer Befestigung zufrieden gab, über Philipp II., Karl VII. und Heinrich VI.,
der schließlich den Grafen von Brissac 1611 beauftragte, das inzwischen teils abgerissene
Schloss wieder aufzubauen. Die Anfänge wurden gemacht, allerdings nie konsequent weiter
geführt.
Das lässt sich noch heute deutlich am Bau ablesen, der nach der Französischen
Revolution wieder in den Besitz des Herzogs von Brissac wechselte und noch heute
Familiensitz ist. Das Schloss ist mit seinen sieben Stockwerken das höchste in Frankreich.
Es verfügt über 204 Zimmer, von denen einige für Besucher offen stehen. Sie zeichnen sich
durch eine Vielfalt an Kunstwerken, Kristallleuchtern, Tapisserien und Gegenständen aus der
Familie des Herzogs aus.
Da das Schloss von Brissac über eigene Weingärten verfügt,
können im Keller die edlen Tropfen verkostet werden. Anschließend bietet sich ein
Spaziergang im rund 70 Hektar großen Park der Anlage an, wo zudem ein Gestüt untergebracht ist.
Vor Ort gibt es eine Reihe von Freizeitangeboten, von Trapschießen über Reiten und Ballonfahren
bis hin zum Angeln und zur Jagd.