Schloss Fontainebleau


Als Königsschloss und dank der Kunst ist das Château de Fontainebleau in die Geschichte eingegangen. Handelte es sich anfangs um ein Jagdschloss, haben Franz I. und Heinrich II. es 1528 umbauen lassen. Als Architekten engagierten sie den bereits öfter vom Königshaus beauftragen Philibert Delorme. Er schuf ein Schloss mit fünf Höfen und prunkvollen Räumen, die noch heute einen Einblick in das Leben des Hochadels geben.


Die Könige, die in Fontainebleau weilten, verfügten nicht nur über ein einfaches Wohnzimmer, sondern zusätzlich über ein Vorzimmer, Pompzimmer, Sitzungs- und Thronsaal. Ausgestattet sind die Räumlichkeiten mit kunstvoll verzierten Täfelungen, vielen Bilder und handgemalten Tapeten sowie den für ihre Zeit typischen Möbeln. Napoleon I., der in Fontainebleau auf den Thron verzichtete, hatte neben eigenen Zimmern auch Räume für seine nächsten Mitarbeiter sowie seine Frauen eingerichtet.

Besonders aufwändig ist die Gestaltung der Säle, die mit Fresken und Stuckverzierungen aus der Renaissance aufwarten. Viele Künstler, vor allem aus Italien, haben sich verewigt und die Schule von Fontainebleau gegründet. Abseits der Anlage lädt der Wald mit über 1000 Kilometern an Wanderwegen ein.