Schlund von Padirac


Gouffre, Abgrund – die Bewohner von Sarlats in der Dordogne haben dem Naturphänomen bei ihrer Stadt den einfachsten und damit auch treffendsten Namen gegeben. Denn der Schlund von Padirac ist im Grunde genommen nicht mehr als ein Loch in der Erde, das 75 Meter tief reicht und einen Durchmesser von 33 Metern hat. Gebildet hat es sich aufgrund der Kraft des Wassers, das ein unterirdisches Höhlensystem geschaffen hat.


Eine dieser Einhöhlungen ist eingebrochen und hat den Schlund von Padirac geschaffen, der heute zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört. Bekannt war er schon im 13. Jahrhundert, erforscht wurde der Schlund jedoch erst 1889. Insgesamt 20 Kilometer des Flusslaufs konnten seither erkundet werden. Gefunden wurden unter anderem Überreste menschlicher Zivilisation. Für Touristen steht das Höhlensystem samt Schlund von Padirac nur zum Teil offen.

Die Tour dauert rund 90 Minuten und geht über zwei Kilometer. Erzählt wird bei der Führung auch die Legende, dass der Teufel selbst den Schlund hat erstehen lassen, in dem er mit dem Fuß auftrat und Sankt Martin aufforderte, hinüber zu springen. Er schaffte es mit seinem Muli, was die Abdrücke der Eselshufe am Rand belegen sollen.