St. Germain-des-Prés


Die Ursprünge der heutigen Kirche St.-Germain-des-Prés reichen bis in das 6. Jahrhundert zurück. 557 wurde von König Childebert I. außerhalb von Paris die Abtei Saint-Vincent-Sainte-Croix gegründet. Sie diente als Aufbewahrungsort für Reliquien aus Saragossa und als Familiengrabstätte, in der die fränkisch-merowingischen Könige beigesetzt wurden. Hier fand auch der Heilige Germanus 576 seine letzte Ruhestätte.


Ihm ist der heutige Name der Kirche, die im 10. Jahrhundert nach einem Überfall der Wikinger wieder aufgebaut wurde, zu verdanken. Sie ist zusammen mit dem Palast des Abtes erhalten geblieben. Die übrigen Gebäude der Abtei wurden 1792 zerstört. Bei einem Besuch der Kirche in dem gleichnamigen Viertel, in dem unter anderem Jean-Paul-Sartre und Albert Camus lebten, lohnt sich ein Blick in den Chor.

Er wurde 1163 von Papst Alexander II. geweiht. Baumeister war Pierre de Montreuil. Etwas neueren Datums sind die Wandmalereien in Saint-Geramain-de-Prés. Sie wurden von Hippolyte Flandrin, einem französischen Maler geschaffen. Sie stellen den Einzug Christi in Jerusalem dar und gelten als Hauptwerk des Künstlers.